B29 – Markierung auf Partners erstes Ausspiel

Markierung auf Partners erstes Ausspiel – Ein Beitrag von Michael Thomsen, Bridgeclub Nürnberg Museum.

Mit der folgenden Hand auf West darf man in weiß gegen rot nach der Reizung

ausspielen. Nord‐Süd spielen keine non‐forcing free‐bids, so dass das 2♥-Gebot forcierend mit einer mindestens 5erLänge ist und ab 11FL zeigt.


Das einzig sinnvolle Ausspiel ist Coeur, und folgender Dummy erscheint auf Nord:



Der Alleinspieler auf Süd nimmt den Buben am Dummy, und der Partner gibt ♥3 zu, der Alleinspieler die ♥4. Nun zieht der Alleispieler Pik‐Ass und spielt eine zweite Pik-Runde zu Partners Pik‐Buben, Dame und König.

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B22 – Gegenspiel im Teamkampf

Match in der Teamliga des Deutschen Bridgeverbands am 19.2.21. Die Gegner reizen über mehrere Stufen, bis sie letztendlich in 4 Pik landen, gespielt von West. Im Teamturnier soll man ja auch knappe Vollspiele reizen, allerdings sind die Gegner nicht in Gefahr. Da sind riskante Vollspiele eigentlich nicht so ertragreich gegenüber dem Teilspiel (siehe auch Strategien bei Abrechnung in IMPs).

Als erstes Ausspiel kommt Karo 5 von Nord (3./5.) und der Dummy (Ost) liegt auf dem Tisch.

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B24 – Top oder Null und der versteckte positionelle Squeeze

Hand 14 vom DBV Nachteulen-Turnier vom 4.3.21. Manchmal landet man in Kontrakten wo es nur noch Alles oder Nichts gibt, bzw. Top oder Null.

Die Reizung:

Ich eröffne folgende Hand,

eine stabile Treff 7-er Länge ohne das Ass, mit 1 Treff. Partner verspricht mit 2SA eine beliebige Eröffnung und fragt nach meiner Verteilung (Wir spielen kein Forum D). Ich muss mit 3 Treff zunächst mindestens 5-er Treff zeigen. Partner verspricht mit 3 Karo mindestens 4-er Karo. Für sofort 3 SA fühle ich mich zu stark und frage mit 4 Treff nach den Assen. Partner gibt 2 Asse (von 4) durch. Was nun? 5 Treff bringt normalerweise keinen tollen Score, also mit der schönen Verteilung 6 Treff.

Angriff ist Pik-Ass. Der Dummy kommt runter mit:

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B21 – Anwendung der 11-er Regel im Gegenspiel

Ein Board vom Tea-Time Turnier des Deutschen Bridgeverbands am Sonntag, 21.Feb ist ein schönes Beispiel für die Anwendung der 11-er Regel im Gegenspiel. Die Reizung verläuft wie folgt:

Das Ausspiel ist Karo 4 von West, bei uns die 4. unter einer Figur. Ost sieht nun folgenden Dummy auf Nord:

Jetzt kann Ost sehr einfach berechnen, wie viele höhere Karten als die Karo 4 der Alleinspieler auf Süd hält.

Die 11-er Regel

Bei Anwendung der 11-er Regel subtrahiert Ost die 4 von 11, es sind also 7 höhere Karten als die 4 bei Nord, Ost und Süd. Beim Dummy sind 2 höhere Karten und Ost hat selbst 5 höhere Karten. Das bedeutet, Süd kann keine höhere Karte als die 4 haben. Deshalb sollte Ost nur die 6 einsetzen, wenn Nord eine kleine Karte gelegt hat. Das Rückspiel ist Karo 7 zum Karo König. West muss jetzt den Karo Buben vorlegen, um sich nicht zu blockieren.

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